22 Oktober 2009

Schweinegrippe-Impfung

Bild-Online scheint zurzeit eine Kampagne Pro-Schweinegrippe-Impfung zu fahren. Nach der gestrigen Schlagzeile: "35.000 Tote durch Schweinegrippe?" heute der Erfahrungsbericht der Redaktion... Zehn mal ein kleiner Pieks und dann: Alles Paletti. "Keiner ist umgefallen und weh getan hat es auch nicht." Na bitte!
Drei Stunden später: "Allen geht es gut, nur die Arme schmerzen etwas, wenn man sie anhebt."

Die Zwischenzeilen empfehlen angesichts der Nebenwirkungen deshalb insbesondere Rechtsradikalen sowie NPD/DVU-Anhängern, sich impfen zu lassen. Das Leben und Bild schreiben manchmal doch schöne Geschichten.

01 Juni 2009

schnell.. ne tüte

Kurzmitteilung für Kommentarleser: Das Tamagotchi muss brechen. Das ist ja mal was Neues.

02 Mai 2009

post bse: kleine schweinereien

Beim Arzt:
Ich fühle mich plötzlich so sauwohl, kann das eine Folge meiner vor einigen Tagen überstandenen Erkältung sein? Und gibt es gegen diese Form der Krankheit ein Gegenmittel?
Nein, aber die Regierung arbeitet seit einiger Zeit verstärkt daran, diesen Wohlfühl-Zustand in den Griff zu kriegen. Sind Sie Arbeitnehmer?

Politik:
In meiner Bäckerei gibts seit einigen Tagen keine Schweineöhrchen mehr. Das finde ich albern.
Was wollen Sie? In meiner Bäckerei gibt es noch nicht mal mehr Berliner, die ist nämlich pleite gegangen. Die Arbeit der Regierung trägt bereits Früchte.

Satire:
Mein Mann war bis zur Rente Nebenerwerbslandwirt. Jetzt haben wir das Schwein endlich geschlachtet.
Guten Appetit.

Realität:
Kein Schwein ruft mich an. Kann sich das Virus auch über Telefon verbreiten?
Da müssen sie das BKA fragen, nicht den Arzt.

Nebenbei:
Neulich las ich etwas über Impfmittel.
Das fand ich gut.

23 April 2009

Moral - Denken - Hirnforschung

Ein interessanter Aufsatz bei Spiegel-Online:

"Was die Mutter isst und trinkt, was sie tut und lässt, was ihr Leben bereichert und was es beschädigt: All das hat unmittelbare Auswirkungen auf den Organismus der werdenden Person, auf ihr Verhältnis zur Welt und zu den Artgenossen. Das Kind kann ein Urvertrauen als Startkapital mitbringen - oder schon im Mutterleib und im Säuglingsalter mit Stresshormonen überflutet werden und womöglich ein Leben lang unter der vorbewussten Erfahrung hilfloser Ausgesetztheit leiden. Alles hängt davon ab, ob die Geborgenheit seines intrauterinen und frühkindlichen Wachstums intakt war oder durch Erschütterungen der mütterlichen Welt gestört."


http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,620709,00.html

12 Februar 2009

satz der woche

„Jedes Brot ist ein Unikat. Man will es zur Blüte bringen.“ Es ist harte Arbeit, aber sie macht Spaß. „Die Qualität muss man sich jeden Tag neu erarbeiten.“

zu finden ist der Satz hier

26 Januar 2009

merksätze

"Wer gegenüber Pazifisten mit historischen Beispielen Recht behalten will, steigt an einer Stelle in die Geschichtsbetrachtung ein, wo es für friedliche Lösungen zu spät war. Ein Diskussionsmuster, das mir aus einigen tausend Verfahren zur Anerkennung von Kriegsdienstverweigerern hinreichend bekannt ist. Man lässt die Geschichte mit der Situation beginnen, die von den Kriegswilligen gegen den jahrelangen Widerspruch von Pazifisten herbeigeführt worden ist und fragt dann: was hättet ihr jetzt getan? Aber man weigert sich, die Frage zu beantworten, was zu der Zeit gedacht, gesagt und getan worden ist, als es noch nicht zu spät gewesen wäre, Hitlers Amoklauf ohne Krieg zu stoppen." Sagt Heinrich Hannover hier. Auch wenn der Artikel nicht neu ist und nicht in direktem Bezug zur aktuellen Situation steht; auch wenn viele meinen, Deutschland müsse am Hindukusch verteidigt werden, die Falken machen es sich - so meine ich - immer ein bisschen zu einfach.

15 Januar 2009

merksätze

"Jeder, der für den Krieg predigt, jeder, der glaubt, Kriegsmassaker seien gerechtfertigt, hat nicht das Recht, über Moral und Menschlichkeit zu sprechen. Man kann nicht gleichzeitig töten und ernähren. (..) Jeder, der diesen Krieg rechtfertigt, rechtfertigt auch alle Verbrechen dieses Krieges. Jeder, der diesen Krieg als Selbstverteidigungskrieg sieht, hat die moralische Verantwortung für dessen Folgen zu tragen. (..) Wer diesen Krieg verteidigt, verteidigt den Schrecken des Krieges."
Sagt Gideon Levy, ein israelischer Journalist, der für die Tageszeitung Ha’aretz arbeitet. Natürlich wird jetzt ein blablablablog-Kommentator (wie er hier zu finden ist) aus seiner Hose springen und mir die Worte um die Ohren hauen, wenn er sich überhaupt vor Empörung dazu durchringt, einen solchen "staatstragenden
blabla..." Kommentar zu verfassen. Ja und? Tote Menschen? Kein Problem. Und - anthroposophisch gesehen - vernachlässigbare Kollateralschäden, wenn ich unsere lieben Flaggenzeiger richtig interpretiere.